Projekt CONUS

Das Projekt CONUS („Competence Net Urban industrial Supply”) setzt auf Stärken und Chancen in der Region Niederrhein in den Bereichen Logistik, IT und Agribusiness. Ziel des Projekts ist die Entwicklung neuer digitalisierter Versorgungslösungen mit Augenmerk auf hohe Klimaschutzpotenziale und Perspektiven des regionalen nachhaltigen Wirtschaftens.

Zentraler Aspekt des CONUS Projekts ist das Arbeiten in sogenannten „Living Labs“ (Reallaboren). Die Idee des Living Lab Konzepts besteht darin, durch eine enge Zusammenarbeit von Wissenschaft und Unternehmen praktische Problemstellungen unter realen Bedingungen zu lösen. Der Lehrstuhl Service Operations startet in den Living Labs „Genussregion Niederrhein“,  „AgriWear - Digitalisierung und Optimierung der Supply Chains im Agribusiness“ und „Smart Logistic Grids für Bioökonomie“.

Genussregion Niederrhein:

Im Living Lab „Genussregion Niederrhein“ entsteht in Zusammenarbeit mit kleinbäuerlichen Lebensmittelerzeugern ein Online-Marktplatz für regionale Produkte. Durch eine Direktvermarktung der angebotenen Lebensmittel kann der ökologische Fußabdruck der Supply Chain vermindert und die Stadt-Land-Beziehung der Region gestärkt werden.

Alleinstellungsmerkmal ist zudem die Einbindung eines vom Lehrstuhl für Service Operations entwickelten „dynamischen Nachfrage-Preis-Modells“. Dieses soll durch die Ausbalancierung von Angebot und Nachfrage dazu beitragen, dass die Lebensmittel effizient genutzt werden.

AgriWear - Digitalisierung und Optimierung der Supply Chains im Agribusiness:

Beim Living Lab „AgriWear - Digitalisierung und Optimierung der Supply Chains im Agribusiness“ steht der Einsatz sogenannter „Wearables“ (tragbare Computersysteme wie Datenbrillen und Exoskelette) in landwirtschaftlichen Prozessen im Vordergrund. Durch die automatische Erfassung und Auswertung von Information sollen bestehende Prozesse entlang der Supply Chains optimiert werden.

Dies geschieht insbesondere auch durch den Austausch der erfassten Daten entlang der Wertschöpfungskette, wodurch die Möglichkeit geschaffen wird die Bedarfe der einzelnen Akteure effizienter zu prognostizieren und die Prozesse zwischen den einzelnen Partnern der Supply Chain besser zu synchronisieren.

Im Rahmen des Living Labs trägt der Lehrstuhl für Service Operations mit Methoden des „dynamic pricings“ und insbesondere „predictive analytics“ dazu bei, die Verschwendung von Agrarprodukten durch Überlieferung zu vermeiden und zum anderen die Versorgungs-sicherheit zu gewährleisten, indem Unterversorgung vermieden wird.

Smart Logistic Grids für Bioökonomie:

Der Bioökonomiesektor gilt als zentraler Baustein des nachhaltigen Wirtschaftens. Trotzdem bleibt die Umsetzung der Bioökonomie bislang hinter den Erwartungen zurück. Das Ziel des Living Labs „Smart Logistic Grids für Bioökonomie“ besteht dementsprechend in der Verbreitung biobasierter Rohstoffe in Energie, Mobilität und industriellen Prozessen. Dies soll insbesondere durch die Optimierung bestehender und die Schaffung neuer Wertschöpfungsketten im Bereich der Bioökonomie erreicht werden.

Durch den Einsatz von „predicitive analytics“ sollen entlang der gesamten Wertschöpfungskette Handlungsempfehlungen bezüglich der Preise, Mengen und Lagerbestände generiert werden. Durch einen Austausch von Prognosedaten entlang der Wertschöpfungskette soll insbesondere die Koordination zwischen den einzelnen Akteuren der Supply Chain verbessert werden.

Dauer:

Januar 2020 – Dezember 2021

Förderung:

CONUS ist ein aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes NRW finanzierter Zusammenschluss im Bereich Verkehr und Versorgung am Niederrhein, um zu nachhaltigerem Wirtschaften beizutragen.

Weitere Informationen und Projektkonsortium:

https://www.uni-due.de/zlv/conus.php