Praxis-Masterarbeiten

Wir betreuen regelmäßig Abschlussarbeiten in Zusammenarbeit mit Unternehmen aus Industrie und Handel. Für viele Unternehmen stellt dies eine niedrigschwellige Kooperationsmöglichkeit dar. Den Studierenden ermöglichen sie einen wertvollen Einblick in die Praxis und uns selbst die Möglichkeit zur Anwendung von Forschungsergebnissen. Studierende finden weitere Hinweise zu Abschlussarbeiten hier. Unternehmen finden eine Übersicht unserer Kooperationsformen hier.

Beispielhaft möchten wir Ihnen im folgenden zwei Masterarbeiten vorstellen, die von Studierenden der BWL-Vertiefungslinie „Supply Chain Management & Logistik“ erstellt wurden.

 

Heuristische Tourenplanung bei EDEKA Rhein-Ruhr

EDEKA Rhein-Ruhr beliefert täglich EDEKA Märkte mit frischer Ware. Dabei steht eine heterogene Flotte an Lastkraftwagen bereit. Reicht die bestehende Flotte nicht aus, müssen teure Speditionen beauftragt werden, die Waren zu transportieren. Das zu lösende Problem ist ein sogenanntes Vehicle Routing Problem (VRP). Da diese Problemklasse in der Praxis häufig vorkommt existiert Standardsoftware um diese zu Lösen. Da eine Vielzahl unternehmensspezifischer Restriktionen berücksichtigt werden muss, liefern Standardprogramme jedoch nur unzureichende Lösungen. Diese Lösungen müssen nachträglich von Disponenten aufwendig korrigiert werden.  Um dem entgegenzuwirken wurde im Rahmen der Masterarbeit ein Ameisenalgorithmus implementiert der iterativ das VRP heuristisch löst. Tests mit Praxisdaten verliefen erfolgreich, der Algorithmus stieß bei den zuständigen Disponenten auf große Akzeptanz.

 

Lagerstrategieoptimierung im Zentrallager eines Bremstechnologie Anbieters (TMD Friction Services)

In Kooperation mit einem Unternehmen wurde eine Masterarbeit mit dem Titel „Ermittlung des nachschubminimalen Artikelsortiments im Fachboden und der daraus resultierenden benötigten Lagerfläche“ verfasst. In der Arbeit wurde das sogenannte Forward-Reverse-Problem an das vorliegende Problem angepasst und mit verschiedenen Heuristiken gelöst. Die Evaluation durch eine Simulation in Matlab versprach dem Unternehmen ein Einsparpotenzial von etwa 30% der Laufwege durch eine Neuanordnung der Produkte im Lager. Aufgrund der hervorragenden Ergebnisse wurde das Verfahren in den produktiven Betrieb übernommen, wo es sich inzwischen seit mehreren Monaten bewährt. Aktuell wird mit dem gleichen Vorgehen ein weiterer Bereich des Lagers optimiert.